
Ludwig Wolfgang Müller ist Wiener, ein Sprachjongleur, Kaffeehauspoet, mit zahlreichen Preisen vom Passauer Scharfrichterbeil bis zum Salzburger Stier geehrt und ein glänzender Reimbastler. In seinem Programm „Geehrt und gefedert“ beweist der Kabarettist sein ganzes Talent, zelebriert einen „Rückblick auf eine Dekade fahrenden Gauklertums“ und kramt längst vergessen Geglaubtes hervor, rezitiert, improvisiert, verdreht und setzt Pointen wieder neu zusammen. Ein grandioser Rückblick der mitten in die politische und gesellschaftliche Aktualität führt.
„SoloSENS“ mit Crescendi
Das Publikum spürt, wo die Wurzeln des Kabarettisten Michael Sens liegen, der im zweiten Teil von BADzille auftritt: Der ausgebildete Bassbariton kennt sich bestens aus in der Musik und überzeugt durch seine Virtuosität, mit seiner Stimme, am Klavier oder an der Violine. Seine eigene sowie die allgemeine Musik-Geschichte legt Michael Sens kabarettistisch scharfsinnig „auf die Couch“.
Ein Kabinettstück dabei ist seine Parodie auf den niederländischen Schwiegermutterschwarm André Rieu. Sens zeigt ihn als einen Besessenen, dessen Geige ein Eigenleben führt. Eine brillante Musiknummer, in der man einerseits das virtuose Können an der Violine bewundert und andererseits erstaunt ist, wie losgelöst Sens die Persönlichkeit hinzumischt. Und auch sein "Cup der toten Tonsetzer" ist ein Highlight: Da rächt sich Sens für die harten Kinderjahre an Klavier und Geige – und lässt alle Komponisten, mit denen er gequält wurde, in einem Fußballspiel gegeneinander antreten.
Michael Sens ist eine einzigartige Kombination aus geistreicher Satire und verblüffender Musikalität. Gemeinsam mit Ludwig W. Müller ist er zu Gast in der Kabarett- und Kleinkunstreihe BADzille am Donnerstag, 7. Mai, im KurhausCasino Baden-Baden.
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